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Therapien im Einzelnen
Bei unseren Behandlungsangeboten legen wir darauf Wert, gleichzeitig Therapien zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit als auch zur Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung durchzuführen.
Zur Verbesserung bzw. zur Kompensation von folgenden neuropsychologischen Störungen bieten wir spezielle Therapien in Einzelsitzungen an:
- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen,
- Gedächtnisstörungen,
- Störungen räumlicher Leistungen,
- Problemlösestörungen und
- spezielle visuelle Wahrnehmungsstörungen (Gesichtsfeldstörungen, visueller Neglect).
Es ist durch die Erkrankung/den Unfall auch oft erforderlich, sich auf eine völlig neue persönliche, soziale und berufliche Situation einzustellen. Das kann mit deutlichen Veränderungen der Stimmung oder des Befindens einhergehen, was manchmal sogar zu behandlungsbedürftigen Beeinträchtigungen führt.
Bei der Bewältigung dieser Lebensereignisse bieten wir zur Unterstützung an:
GEPRÄCHSGRUPPE FÜR PATIENTEN MIT MULTIPLER SKLEROSE
Bei Multiple Sklerose (MS) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Rückenmarks und/oder des Gehirns, die oft schubförmig verläuft. Die Anzahl der Schübe, ihre Dauer und Stärke variieren ebenso zwischen einzelnen Patienten wie das Ausmaß möglicherweise verbleibender Restsymptome.
Auch wenn die Erkrankung bei fast jedem Betroffenen "ein anderes Gesicht" hat, gibt es viele Gemeinsamkeiten bei MS-Kranken, z. B. stellt der ungewisse Verlauf der Erkrankung oft eine besondere Belastung dar oder die körperliche Leistungsfähigkeit ist häufig mehr oder minder herabgesetzt.
Neben der Vermittlung von Information besteht insbesondere die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern, da die Erfahrung gezeigt hat, daß sich MS-Patienten im Kreis von anderen Betroffenen oft eher verstanden und aufgehoben fühlen als im Angehörigenkreis (siehe auch Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft).
GESPRÄCHSGRUPPE FÜR PATIENTEN MIT CHRONISCHEN SCHMERZEN
Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, wird während des Klinikaufenthaltes die Möglichkeit geboten, an einem speziellen Gruppenprogramm teilzunehmen: Dieses Gruppenprogramm hat zum Ziel, Selbsthilfemöglichkeiten des Einzelnen im Umgang mit der Erkrankung/den Schmerzen und mit den damit einhergehenden Schwierigkeiten zu entwickeln oder zu fördern.
Gespräche in der Kleingruppe ermöglichen einen Austausch der vielfältigen Erfahrungen und der Lösungsmöglichkeiten, die jeder Betroffene bereits für sich entdeckt und eingesetzt hat. So ist es möglich, daß jeder seine Erfahrungen anderen zugute kommen lassen kann und selbst von den Erfahrungen anderer profitieren kann.
Zur Unterstützung der Verarbeitung der Erkrankung und zur Beeinflussung des Schmerzerlebens werden darüber hinaus Verfahren der Wahrnehmungsumlenkung, der Nutzung eigener gesunder Körperfunktionen und der Vorstellungskraft sowie verschiedene Entspannungsmethoden vorgestellt und eingeübt.
Dabei handelt es sich um wissenschaftlich erprobte Verfahren aus der Psychologie, die eine sinnvolle Ergänzung zu physikalischen, physiotherapeutischen und medizinischen Maßnahmen darstellen (siehe auch Schmerzhilfe).
ENTSPANNUNGSTHERAPIE
In Zusammenarbeit mit der physiotherapeutischen Abteilung und der Sportabteilung bieten wir im Hause mehrere Arten des Entspannungstrainings an.
Neben der "Passiven Entspannung", einer Art Vorübung bzw. Einführung in die Entspannungstechnik (Krankengymnastik und Sportabteilung) vermitteln wir in der psychologischen Abteilung die Grundzüge der Progressiven Muskelrelaxation (PR oder Jacobson-Training) und die Grundform des Autogenen Trainings.
Ziel aller Entspannungsmethoden ist, die Fähigkeit zu verbessern, mit Alltagsbelastungen in günstiger Weise umzugehen.
Dabei darf das Entspannungstraining natürlich nicht als allumfassendes Patentmittel zur Lösung von Lebensproblemen mißverstanden werden. Es dient vielmehr dazu, die Wahrnehmung für psychosomatische (d. h. seelisch-körperliche) Zusammenhänge zu entwickeln und ist damit ein erster Schritt für Einstellungs- oder Verhaltensänderungen in Belastungssituationen.
Es ist gleichzeitig ein Bestandteil der Behandlungen von chronischen Schmerzzuständen (siehe auch Gesprächsgruppe für Patienten mit chronischen Schmerzen), Streß- und Angstzuständen sowie unterstützend beim Raucherentwöhnungstraining.
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