Tiefe Hirnstimulation

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THS Tiefe Hirnstimulation


Die tiefe Hirnstimulation (THS) ist ein mittlerweile etabliertes und auch für bestimmte Indikationen wie den essentiellen Tremor, den Morbus Parkinson und die Dystonie zugelassenes Therapieverfahren. Dabei werden neurochirurgisch stereotaktisch geführt spezielle Elektroden millimetergenau in Zielpunkte des Gehirns platziert und über unter der Haut liegende Kabel mit einem Impulsgeber, der ähnlich wie ein Herzschrittmacher meistens unter dem Schlüsselbein implantiert wird, verbunden.
Durch kontinuierliche Stromreizung des Zielgebiets im Gehirn können so die Symptome von verschiedenen Bewegungsstörungen erheblich gemindert werden. In Einzelfällen wird die tiefe Hirnstimulation auch bei Therapieresistenz psychiatrischer Erkrankungen mit z.B. schwerer Impulskontrollstörung oder Zwangsstörung als individueller Heilversuch eingesetzt.


Seit 2011 ist dieses Verfahren auch zur Therapie medikamentös therapierefraktärer und nicht operativ angehbarer Epilepsien mit chronischer Stimulation im anterioren Thalamus als Zielstruktur zugelassen. Die tiefe Hirnstimulation ist in jedem Fall ein symptomatisches Therapieverfahren, d.h. eine Heilung der zugrundeliegenden Grunderkrankung ist hierdurch nicht möglich.

Die tiefe Hirnstimulation zur Behandlung von Rehabilitanden mit Morbus Parkinson und einem sogenannten L-Dopa-Langzeitsyndrom, deren medikamentöse Einstellung mit den heute zur Verfügung stehen¬den Parkinsonmedikamenten nicht mehr befriedigend möglich ist, ist ein zugelassenes und mittlerweile etabliertes Therapieverfahren, dessen Wirksamkeit in klinischen Studien nachgewiesen werden konnte.

Neben einer Besserung der Parkinsonsymptomatik konnte außerdem in drei multizentrischen Studien gezeigt werden, dass die chronische Tiefenhirnstimulation auch die Lebensqualität der Rehabilitanden im Vergleich zur rein optimalen medikamentösen Therapie verbessert.